Ein partnerschaftlicher Bewegungsdialog zwischen Reiter und Pferd aus der Sicht der Psychomotorik – mit besonderer Berücksichtigung des unabhängigen Sitzes und der Bewegungsplanung des Pferdes.
Lehrgangsleitung: Dr. Ulrike Thiel
Ort:
HippoCampus, De Bult 2, 6027 RG
Termine:
Wird bekannt gegeben. Siehe Aktuelle Kurse
Kosten & Gruppengröße (exkl. 9% MwSt.):
Inklusivleistungen & Extras:
Ein partnerschaftlicher Bewegungsdialog zwischen Reiter und Pferd aus der Sicht der Psychomotorik kann nur mit dem unabhängigen Sitz und den entsprechenden Hilfen in der Kommunikation mit und Unterstützung des Pferdes funktionieren.
Worum geht es bei dem Seminar / Kurs? (Kurzbeschreibung)
In einem interaktiven Workshop wird die Funktion des unabhängigen Sitzes für die Unterstützung des Pferdes und die Entwicklung des Reiters zu einem partnerschaftlichen Dialog in der Bewegungsplanung der beiden bei der Arbeit nach klassischen Richtlinien erarbeitet. Der psychomotorische Lernprozess des Reiters wird näher beleuchtet und in der Praxis anhand von Körper- und Partnerübungen in Selbsterfahrung an dem Körperbewusstsein gearbeitet. Daneben wird der Lernprozess des Reiters zum unabhängigen Sitz und einer Hilfengebung, die den Begriff „Hilfe“ verdient, in Interaktion mit dem Pferd beleuchtet und auch in der Praxis erprobt. Beim eintägigen Workshop kann das Prinzip entwickelt werden und es kann pro Teilnehmer ein besonderer Schwerpunkt angepackt werden.
Theorie- oder Praxisseminar?
Interaktives Gruppenseminar, in dem die Theorie gemeinsam mit PowerPoint und Diskussion sowie praktisch erarbeitet wird. In der Praxis findet auch individuelle Arbeit mit den Kurspferden statt.
Für wen eignet sich die Veranstaltung?
Für Reiter auf jedem Niveau, da es um die Betrachtung der Pferd-Reiter-Interaktion aus der Sichtweise der Psychomotorik geht und die Lernprozesse näher erläutert werden. Dadurch können sowohl relative Anfänger als auch sehr fortgeschrittene Reiter vieles finden, was sie in ihren weiteren Weg als Reiter und in die Betrachtung und Zusammenarbeit mit ihrem Pferd integrieren können.
Was muss das Pferd können?
Bei den Seminaren auf HippoCampus wird mit den Kurspferden von HippoCampus gearbeitet. Im Falle der Mitnahme eines eigenen Pferdes kann dies nach vorheriger Absprache besprochen werden.
Was muss der Reiter können?
Reiterfahrung ist erforderlich, da die Praxisübungen und auch die Theorie an bisherige Erfahrungen anknüpfen können. Das Niveau des Reiters, ob Freizeit oder Sport, oder auch unterschiedliche Reitweisen sind nicht vorgegeben, da die Sicht der Psychomotorik und Bewegungsplanung sowie Kommunikation von Reiter und Pferd in unterschiedliche Reitweisen zu integrieren ist.
Ulrike Thiel nähert sich Mensch und Pferd über verschiedene Zugänge: die klassische Reitauffassung, die Psychomotorik, die hippische Sportpsychologie und die angewandte Verhaltensforschung.
Die Zusammenarbeit von Pferd und Mensch, die von der Freude an der Sache für beide Partner lebt, bedeutet für sie, dass der Reiter durch die Entwicklung seiner Reittechnik, seines Taktgefühls sowie seiner Einstellung zum Pferd imstande ist, das Pferd zur freiwilligen Mitarbeit anzuregen. Ziel ist ein mitdenkendes und durch die gemeinsame Arbeit gefesseltes und angeregtes Pferd, das, anstatt nur kontrolliert zu werden, seinen eigenen Beitrag zur gemeinsamen Freude am Bewegungsdialog liefert.
Dieses Ziel versucht sie in der Ausbildung und Arbeit ihrer eigenen Pferde, die als Schul- und Therapiepferde eingesetzt werden, zu verwirklichen und diese Erfahrungen an ihre Schüler und deren Pferde weiterzugeben. Ihre Schüler kommen mit dem Ziel zu ihr, die Harmonie mit ihrem Pferd zu vergrößern. Gerne arbeitet sie mit Pferden, die die Freude an der Dressurarbeit verloren haben, um ihnen über den klassischen Weg diese Freude zurückzugeben.