Weiterbildungslehrgang für Reitpädagogen und Reittherapeuten


HIPPOCAMPUS | FACHSEMINAR & WEITERBILDUNG

Mit dem Pferd Bedürfnisse befriedigen, Ressourcen aktivieren und Fertigkeiten vergrößern

Das Passformmodell von Pesso in Pädagogik, Psychotherapie und psychosozialer Begleitung mit dem Pferd – Ein zweieinhalbtägiges Fachseminar.

HippoCampus, De Bult 2, 6027 RG Soerendonk, Niederlande (¾ Stunde von Aachen, ½ Stunde von Venlo entfernt)

Ein neuer Termin steht in Kürze in Aussicht.

Anmeldung über : lINK

Die Dozenten

Dr. phil. Ulrike Thiel:

Dr. Ulrike Thiel

In Österreich promovierte klinische Psychologin, Reittherapeutin (ÖKThR), Reit- und Voltigierlehrerin, Sportlehrerin, Dressurrichterin und Behindertenreitlehrerin. Sie hat in ihrem Berufsweg wissenschaftlich in der Forschung gearbeitet, eine eigene Therapiepraxis geleitet, im Justizvollzug und für das Jugendamt als Psychologin und Gutachterin gewirkt. Seit über 30 Jahren ist sie nun in den Niederlanden tätig und leitet seit 1994 das Institut für Equitherapie und Pferdesportpsychologie HippoCampus, wo sie die Psychomotorik des Reitens und der Pferdeausbildung lehrt. Seit nunmehr 17 Jahren entwickelt und leitet sie für den Verband „Nederlandse Stichting Helpen met Paarden – Equitherapie“ die Ausbildung und Weiterbildung von Equitherapeuten SHP. Für diesen Verband saß sie zwei Jahre im Vorstand des FATP und in einigen Arbeitsgruppen der FRDI und koordinierte für SHP ein EU-Projekt. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Passformmodells im Rahmen der Equitherapie SHP-E(NL) beteiligt, indem sie das der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso-Boyden zugrundeliegende Modell für das therapeutische Reiten adaptiert hat. Seither formt dieses Modell eine der Grundlagen von Equine Mediated Therapy nach SHP-E(NL).

Prof. Dr. Iman Baardman:

Prof. Dr. Iman Baardman

Prof. Iman Baardman lehrte an der Freien Universität Amsterdam Psychomotorische Therapie als Universitätsdozent und ist Ausbilder und Lehrtherapeut der Niederländischen „Pesso-Vereniging“ des Verbandes, der die Ausbildung für „Körperorientierte Psychotherapie nach Pesso Boyden“ organisiert. Herr Baardman hat schon vor einigen Jahren an Weiterbildungen unserer von SHP ausgebildeten Equitherapeuten mitgearbeitet. Er übernahm den Part der Auseinandersetzung mit dem Pesso-Konzept und dessen wissenschaftlicher Unterbauung sowie einiger praktischer Übungen.

Rollenverteilung im Seminar:

Dr. Ulrike Thiel, die im Rahmen des Equitherapiekonzeptes von SHP-E(NL) das Passformmodell von Pesso zu einem Bestandteil des therapeutischen Reitens nach den Richtlinien von Equitherapie (SHP-E(NL)) entwickelt hat, übernimmt den Part der Adaptation des Passformmodells für das therapeutische Reiten und für unterschiedliche Erscheinungsformen desselben in der Heilpädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Entwicklungsförderung und psychosozialen Begleitung.

Wichtiger Hinweis & Neue Co-Dozentin

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Prof. Iman Baardman zu seinem großen Bedauern seine bisher mehrfach bewährte und inspirierende Mitarbeit an der Veranstaltung kurzfristig absagen musste, da er von ernsthaften Gesundheitsproblemen heimgesucht worden ist, die ihm eine Teilnahme an dem Seminar nicht gestatten. (Inzwischen ist Prof. Baardman verstorben, doch wird diese Schulung in seinem Sinne und Geiste weitergeführt.)

Wir konnten trotz der Umstände dankenswerterweise für diesen Part — den er als Pesso-Therapeut im Dialog mit einer pesso-orientierten Equitherapeuten eingenommen hätte — Christine Sarembe gewinnen und freuen uns sehr, sie Ihnen als neue Co-Dozentin präsentieren zu können.

Christine Sarembe

Christine Sarembe ist psychomotorische Therapeutin und Pesso-Therapeutin. Sie kommt ursprünglich aus Deutschland, lebt aber seit 1984 in den Niederlanden.
Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet sie in der Psychiatrie. Ihre Schwerpunkte darin sind die Arbeit mit Depressionen und Angststörungen. Zusammen mit einem Kollegen leitet sie Pesso-Therapiegruppen in der Praxis „Belloods“ in Epe. Momentan rundet sie eine Ausbildung am ITIP Instituut (school voor leven en werk) ab. In ihrer Arbeit geht Christine davon aus, dass jeder Mensch nach einem sinnvollen Leben strebt und den Wunsch in sich trägt, sich seinen Anlagen entsprechend optimal zu entwickeln. Sie sieht ihre Arbeit als Mittel, um Veränderungsprozesse zu ermöglichen, die dem Klienten helfen, mehr in Einklang mit dem zu kommen, was ihm im Leben wirklich wichtig ist – in Übereinstimmung mit den eigenen Bedürfnissen und Talenten (Ressourcen und Fertigkeiten) und im Zusammenspiel mit seiner Umwelt. Durch eine stärkere Verbindung mit dem eigenen Körper kann mehr Harmonie zwischen Denken, Fühlen und Handeln entstehen. Die therapeutische Beziehung zum Klienten steht in ihrer Arbeit zentral.

Zeitplan & Ablauf (Total 2,5 Tage / Netto 18 Arbeitsstunden à 45 Minuten)

Kursraum mit Teilnehmern

Freitag (16:00 – 20:00 Uhr | 4 Netto-Stunden): Ankunft, Kennenlernen der Kollegen, des Veranstalters und Führung durch die Anlage. Gemeinsame Planung der allgemeinen und persönlichen Zielsetzungen, Einführung in das Passformmodell nach Pesso im Rahmen des therapeutischen Reitens, gemeinsames Abendbuffet und Ausklang mit Vorbereitung auf die kommenden Tage.

Buffet

Samstag (9:30 – 18:30 Uhr | 10 Netto-Stunden inkl. Pausen und Mittagsbuffet): Entdecken des Passformmodells von Pesso anhand der theoretischen Grundlagen sowie praktischer Übungen ohne und mit dem Pferd. Es wird gezeigt, wie das Passformmodell selbst durch die Einbeziehung des Pferdes und das bedingungslose Getragenwerden, das nur das Pferd bieten kann, eine Extradimension bekommt. Andererseits wird demonstriert, wie die Erarbeitung der Klientenziele nach Bedürfnissen, Ressourcen und Fertigkeiten dem Equitherapeuten mehr Tools an die Hand gibt, um mit dem Pferd Bedürfnisse zu befriedigen, Ressourcen zu aktivieren und Fertigkeiten zu vergrößern.

Arbeit im Viereck aussen

Sonntag (9:30 – 14:30 Uhr | 4 Netto-Stunden inkl. Pausen und Mittagsbuffet): Fortsetzung der noch offenen Punkte des zweiten Tages plus Erarbeitung von für jeden Teilnehmer sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten anhand eines Fallbeispiels in Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Entwicklungsförderung sowie psychosozialer Begleitung. (Mitnahme von Brötchen für die Reise ist möglich).

Die Teilnehmer erhalten

Cover Buch Equitherapie

Mehr zum Buch

Weitere Informationen

https://de.wikipedia.org/wiki/Pesso-Therapie

Pesso Boyden System Psychomotor (PBSP) ist eine Form der Körperorientierten Psychotherapie, die seit Anfang der 1960er-Jahre von Albert Pesso (* 19.9.1929 † 19.05.2016) und Diane Boyden-Pesso (* 08.08.1929 † 04.03.2016) entwickelt wurde. Sie verfolgt einen eigenen ganzheitlichen Ansatz, der auch Elemente analytischer, kognitiver, humanistischer und systemischer Psychotherapie umfasst. Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Pesso-Therapie oder Pesso-Psychotherapie üblich.

Umschreibung des Inhaltes:

Arbeit am Pferd

Im Zuge der Entwicklung meiner eigenen equitherapeutischen Praxis sowie der Projektentwicklung von therapeutischem Reiten in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, einem Internat für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen und weiteren heilpädagogischen Einrichtungen suchte ich nach einem fundierten Konzept als Basis für die Arbeit mit Pferden als „Co-Therapeuten“ mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im pädagogischen, psychosozialen und psychotherapeutischen Kontext in Anlehnung an die Arbeit im Heilpädagogischen Voltigieren nach dem Konzept von Kröger (1977; 1982; 1990; 1996). Vor allem galt es, die Rolle des Pferdes im Rahmen dieser Maßnahmen mit unterschiedlichen Zielgruppen und Indikationen zu definieren und auch modellhaft bei der Ausbildung zum Equitherapeuten mit unterschiedlichen Spezialisierungen weitergeben zu können.

Kursraum während der Arbeit

Aufgrund meiner persönlichen Entwicklung und Ausbildung (Klinischer Psychologe, Kinderpsychologe und Psychotherapeut, heilpädagogisches Voltigieren/Reiten ÖKThR und Behindertenreitlehrer ÖKThR) sowie meiner klassischen hippischen Ausrichtung war für mich klar, dass Heilpädagogisches Voltigieren als Basis für diese Arbeit mit Pferden und Klienten dienen sollte. In weiterer Folge hat sich in einem längeren Prozess von Nachdenken, Studium, Praxiserfahrung, Diskussion mit Kollegen und Erprobung in einigen Projekten ein equitherapeutisches Konzept entwickelt, das es nicht nur mir selbst ermöglicht, meine „normale“ oder „nicht hippische“ Therapiepraxis mit dem therapeutischen Reiten integrativ zu betreiben. Auch gelang es damit, ein Basiskonzept auf verständliche Weise an angehende Equitherapeuten, die aus unterschiedlichen helfenden und heilenden Grundberufen kommen, weiterzugeben.

Anlage von der Weide aus gesehen

Dabei habe ich meine „psychotherapeutische Heimat“ in der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso (Pesso-Boyden Psycho-Motor Therapy – PBSP) finden können, die mir als psychodynamisch orientierte theoretische Basis für die pädagogische und psychotherapeutische Arbeit nach dem Passformmodell (zum individuellen Klienten passendes Angebot der Bedürfnisbefriedigung, Ressourcenaktivierung und Entwicklung von Fertigkeiten) mit Hilfe des Pferdes dienen kann. Gleichzeitig bietet sie auch eine praktisch-methodische Grundlage für mein vor 15 Jahren erstelltes und seither weiterentwickeltes Konzept von Psychomotorisch-therapeutischem Voltigieren (PMTV) als psychodynamisch orientierte Version der Psychotherapie (als verarbeitende Therapie) mit dem Pferd sowie PSMV (Psychosozial-motorisches Voltigieren) als psychosoziale, unterstützende Therapieform.

Arbeit mit Pferden

PMTV wie auch PSMV ermöglichen eine große Bandbreite der Anwendung bei verschiedensten Indikationen von schwerer chronischer Psychiatrie bis zu Selbsterfahrungsgruppen für Reiter, die mehr über sich selbst und ihr Verhältnis zum Pferd wissen wollen. Meinen jugendlichen und erwachsenen Klienten, Pferden und mir selbst macht diese Form der Therapie als gemeinsame Entdeckungsreise durch Körper und Seele viel Freude. Auch bietet PMTV angehenden Equitherapeuten in der Ausbildungsphase ein gutes Rüstzeug, um aufbauend auf ihre Kenntnisse im Heilpädagogischen Voltigieren (HPV) psychotherapeutisch und psychosozial unterstützend mit dem Pferd arbeiten zu können. Ebenso hilft dieses Modell beim Übergang von pädagogischen Maßnahmen zu therapeutischen Prozessen, wie sie vor allem bei jugendlichen Klienten häufig vorkommen können.

Albert Pesso

Pesso-Boyden Psychotherapie (PBSP) ist eine psychodynamisch orientierte Therapieform, die die essentielle Befriedigung von in der individuellen Entwicklung vernachlässigten menschlichen Grundbedürfnissen berücksichtigt und am Heilungsprozess beteiligt. Sie führt zu einem veränderten Erleben des eigenen Selbst und seiner Sicht auf und seinen Umgang mit der Umwelt. Ziel ist ein Lebensgefühl, in dem aus einem wiederhergestellten Vertrauen in das eigene Selbst und die Umwelt ein bedeutungs- und freudvolles Erleben des Individuums und der Interaktion mit der Umgebung möglich wird. PBSP bietet dem Klienten einen räumlichen und zeitlichen Rahmen und Strukturen an, in denen er über sein eigenes Körpergedächtnis Zugang zu seinen unbefriedigten Bedürfnissen finden kann, die dann auf symbolische Weise im Hier und Jetzt in Form einer Re-Inszenierung der historischen Gegebenheiten adäquate Befriedigung finden können.

Die Ressourcen von Körper, Geist und Seele werden dabei angesprochen, um alternative Gedächtnisstrukturen zu erstellen, die schließlich helfen können, die alten historischen negativen Engramme in ihren verunsichernden Auswirkungen auf das heutige Erleben zu neutralisieren. Ziel ist es, den ursprünglichen Entwicklungsprozess des eigenen wahren Selbst praktisch zu korrigieren, ohne die historischen Gegebenheiten löschen zu wollen, da sie auch Teil des eigenen Selbst sind. Ergänzung anstelle von Verdrängung, Verleugnung und Coping ist angesagt. Mehrere solcher Prozesse sollen dem Klienten ermöglichen, das eigene wahre Selbst finden zu können, das ihm in die Wiege gelegt worden ist – das Selbst, das sich hätte entwickeln können, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse Nahrung, Platz, Unterstützung, Schutz und Begrenzung im Zuge seiner Entwicklungsgeschichte adäquat befriedigt worden wären. Daraus entsteht eine neue Erlebnisperspektive auf das tägliche Leben.

Verpflegung

Karte

Wohnmöglichkeiten & Anfahrt

Link zu Wohnmöglichkeiten:
https://www.hippocampus-nl.de/hotels-pensionen-und-campings

Route und Lage:
https://www.hippocampus-nl.de/routebeschreibung-hippocampus

Information zum Pesso-Boyden-Therapiekonzept

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Copyright HippoCampus: Alle Rechte vorbehalten.
Nichts von dieser Website darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung von HippoCampus kopiert, gespeichert oder veröffentlicht werden.
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Mit dem Pferd Bedürfnisse befriedigen, Ressourcen aktivieren und Fertigkeiten vergrößern

Das Passformmodell von Pesso in Pädagogik, Psychotherapie und psychosozialer Begleitung mit dem Pferd – Ein zweieinhalbtägiges Fachseminar.

Impressionen aus dem Seminar

Hier ist Platz für die Einbindung von Seminar- und Praxisbildern:

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Seminardetails & Standort

Veranstaltungsort: HippoCampus, De Bult 2, 6027 RG Soerendonk, Niederlande (ca. 45 Minuten von Aachen und 30 Minuten von Venlo entfernt).

Hinweis zum Termin: Dieses bewährte Seminar (ursprünglich gehalten am 8., 9. und 10. Juni 2018 über das DKThR) wird aufgrund der großen Nachfrage in Kürze mit einem neuen Termin in Aussicht gestellt.

Anmeldung: Die Buchung erfolgt über die Seite des DKThR unter folgendem Link: DKThR-Fachseminare

Die Dozenten

Dr. phil. Ulrike Thiel:
In Österreich promovierte klinische Psychologin, Reittherapeutin (ÖKThR), Reit- und Voltigierlehrerin, Sportlehrerin, Dressurrichterin und Behindertenreitlehrerin. Sie war wissenschaftlich in der Forschung tätig, leitete eine eigene Therapiepraxis und wirkte im Justizvollzug sowie für das Jugendamt als Psychologin und Gutachterin. Seit über 30 Jahren ist sie in den Niederlanden tätig und leitet seit 1994 das Institut für Equitherapie und Pferdesportpsychologie HippoCampus, wo sie die Psychomotorik des Reitens und der Pferdeausbildung lehrt. Seit nunmehr 17 Jahren entwickelt und leitet sie für den Verband „Nederlandse Stichting Helpen met Paarden – Equitherapie“ (SHP) die Aus- und Weiterbildung von Equitherapeuten SHP. Für diesen Verband saß sie im Vorstand des FATP und in Arbeitsgruppen der FRDI und koordinierte für SHP ein EU-Projekt. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Passformmodells im Rahmen der Equitherapie SHP-E(NL) beteiligt, indem sie das der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso-Boyden zugrundeliegende Modell für das therapeutische Reiten adaptierte. Seither bildet dieses Modell eine der Grundlagen der Equine Mediated Therapy nach SHP-E(NL).

Zum Gedenken an Prof. Dr. Iman Baardman:
Prof. Iman Baardman (leider verstorben) lehrte an der Freien Universität Amsterdam als Universitätsdozent für Psychomotorische Therapie und war Ausbilder sowie Lehrtherapeut der Niederländischen „Pesso-Vereniging“. Er hat viele Jahre lang die Weiterbildungen unserer SHP-Equitherapeuten maßgeblich mitgestaltet und bereichert. In seinem Sinne und Geiste wird diese wertvolle Schulung weitergeführt.

Christine Sarembe (Co-Dozentin):
Als Nachfolge für diesen Part im Dialog mit einer „pesso-orientierten Equitherapeuten“ konnten wir Christine Sarembe gewinnen. Sie ist psychomotorische Therapeutin und Pesso-Therapeutin. Sie stammt ursprünglich aus Deutschland, lebt jedoch seit 1984 in den Niederlanden und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Psychiatrie (Schwerpunkte: Depressionen und Angststörungen). Zusammen mit einem Kollegen leitet sie Pesso-Therapiegruppen in der Praxis „Belloods“ in Epe. In ihrer Arbeit geht sie davon aus, dass jeder Mensch nach einem sinnvollen Leben strebt und den Wunsch in sich trägt, sich seinen Anlagen entsprechend optimal im Einklang mit Bedürfnissen, Ressourcen und Fertigkeiten zu entwickeln.

Zeitplan & Ablauf (2,5 Tage / Total netto 18 Arbeitsstunden à 45 Minuten)

Inklusivleistungen & Unterlagen

Inhaltlicher Hintergrund & Konzept

Im Zuge der Entwicklung der eigenen equitherapeutischen Praxis sowie der Projektentwicklung von therapeutischem Reiten (u. a. in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, einem Internat für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen sowie in heilpädagogischen Einrichtungen) suchte Dr. Ulrike Thiel nach einem fundierten Konzept als Basis für die Arbeit mit Pferden als Co-Therapeuten in Anlehnung an das Heilpädagogische Voltigieren nach Kröger (1977–1996).

Dabei fand sie ihre psychotherapeutische Heimat in der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso (Pesso-Boyden Psycho-Motor Therapy – PBSP), die als psychodynamisch orientierte theoretische Basis für die Arbeit nach dem Passformmodell dient. Dies ermöglicht den integrativen Übergang von pädagogischen Maßnahmen zu therapeutischen Prozessen. Das Konzept des Psychomotorisch-therapeutischen Voltigierens (PMTV) bzw. Psychosozial-motorischen Voltigierens (PSMV) bietet angehenden Equitherapeuten ein fundiertes Rüstzeug für die Praxis.

Über das Pesso-Boyden-System (PBSP):
PBSP wurde ab den 1960er-Jahren von Albert Pesso (1929–2016) und Diane Boyden-Pesso (1929–2016) entwickelt. Es berücksichtigt die essentielle Befriedigung in der Entwicklung vernachlässigter menschlicher Grundbedürfnisse und zielt darauf ab, über Körperarbeit (Bewegung, Kontakt, Interaktion) nonverbal und verbal neue Gedächtnisstrukturen zu schaffen. Klienten erhalten die Chance, im Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele alte emotionale Prägungen zu neutralisieren und ein freudvolles, authentisches Lebensgefühl zu entfalten.

Weitere Informationen & Links

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Nichts von dieser Website darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung von HippoCampus kopiert, gespeichert oder veröffentlicht werden.
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Mit dem Pferd Bedürfnisse befriedigen, Ressourcen aktivieren und Fertigkeiten vergrößern

Das Passformmodell von Pesso in Pädagogik, Psychotherapie und psychosozialer Begleitung mit dem Pferd – Ein zweieinhalbtägiges Fachseminar.

Seminardetails & Standort

Veranstaltungsort: HippoCampus, De Bult 2, 6027 RG Soerendonk, Niederlande (ca. 45 Minuten von Aachen und 30 Minuten von Venlo entfernt).

Hinweis zum Termin: Dieses bewährte Seminar (ursprünglich gehalten am 8., 9. und 10. Juni 2018 über das DKThR) wird aufgrund der großen Nachfrage in Kürze mit einem neuen Termin in Aussicht gestellt.

Anmeldung: Die Buchung erfolgt über die Seite des DKThR unter folgendem Link: DKThR-Fachseminare

Die Dozenten

Dr. phil. Ulrike Thiel:
In Österreich promovierte klinische Psychologin, Reittherapeutin (ÖKThR), Reit- und Voltigierlehrerin, Sportlehrerin, Dressurrichterin und Behindertenreitlehrerin. Sie war wissenschaftlich in der Forschung tätig, leitete eine eigene Therapiepraxis und wirkte im Justizvollzug sowie für das Jugendamt als Psychologin und Gutachterin. Seit über 30 Jahren ist sie in den Niederlanden tätig und leitet seit 1994 das Institut für Equitherapie und Pferdesportpsychologie HippoCampus, wo sie die Psychomotorik des Reitens und der Pferdeausbildung lehrt. Seit nunmehr 17 Jahren entwickelt und leitet sie für den Verband „Nederlandse Stichting Helpen met Paarden – Equitherapie“ (SHP) die Aus- und Weiterbildung von Equitherapeuten SHP. Für diesen Verband saß sie im Vorstand des FATP und in Arbeitsgruppen der FRDI und koordinierte für SHP ein EU-Projekt. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Passformmodells im Rahmen der Equitherapie SHP-E(NL) beteiligt, indem sie das der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso-Boyden zugrundeliegende Modell für das therapeutische Reiten adaptierte. Seither bildet dieses Modell eine der Grundlagen der Equine Mediated Therapy nach SHP-E(NL).

Zum Gedenken an Prof. Dr. Iman Baardman:
Prof. Iman Baardman (leider verstorben) lehrte an der Freien Universität Amsterdam als Universitätsdozent für Psychomotorische Therapie und war Ausbilder sowie Lehrtherapeut der Niederländischen „Pesso-Vereniging“. Er hat viele Jahre lang die Weiterbildungen unserer SHP-Equitherapeuten maßgeblich mitgestaltet und bereichert. In seinem Sinne und Geiste wird diese wertvolle Schulung weitergeführt.

Christine Sarembe (Co-Dozentin):
Als Nachfolge für diesen Part im Dialog mit einer „pesso-orientierten Equitherapeuten“ konnten wir Christine Sarembe gewinnen. Sie ist psychomotorische Therapeutin und Pesso-Therapeutin. Sie stammt ursprünglich aus Deutschland, lebt jedoch seit 1984 in den Niederlanden und arbeitet seit über zwanzig Jahren in der Psychiatrie (Schwerpunkte: Depressionen und Angststörungen). Zusammen mit einem Kollegen leitet sie Pesso-Therapiegruppen in der Praxis „Belloods“ in Epe. In ihrer Arbeit geht sie davon aus, dass jeder Mensch nach einem sinnvollen Leben strebt und den Wunsch in sich trägt, sich seinen Anlagen entsprechend optimal im Einklang mit Bedürfnissen, Ressourcen und Fertigkeiten zu entwickeln.

Zeitplan & Ablauf (2,5 Tage / Total netto 18 Arbeitsstunden à 45 Minuten)

Inklusivleistungen & Unterlagen

Inhaltlicher Hintergrund & Konzept

Im Zuge der Entwicklung der eigenen equitherapeutischen Praxis sowie der Projektentwicklung von therapeutischem Reiten (u. a. in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, einem Internat für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen sowie in heilpädagogischen Einrichtungen) suchte Dr. Ulrike Thiel nach einem fundierten Konzept als Basis für die Arbeit mit Pferden als Co-Therapeuten in Anlehnung an das Heilpädagogische Voltigieren nach Kröger (1977–1996).

Dabei fand sie ihre psychotherapeutische Heimat in der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso (Pesso-Boyden Psycho-Motor Therapy – PBSP), die als psychodynamisch orientierte theoretische Basis für die Arbeit nach dem Passformmodell dient. Dies ermöglicht den integrativen Übergang von pädagogischen Maßnahmen zu therapeutischen Prozessen. Das Konzept des Psychomotorisch-therapeutischen Voltigierens (PMTV) bzw. Psychosozial-motorischen Voltigierens (PSMV) bietet angehenden Equitherapeuten ein fundiertes Rüstzeug für die Praxis.

Über das Pesso-Boyden-System (PBSP):
PBSP wurde ab den 1960er-Jahren von Albert Pesso (1929–2016) und Diane Boyden-Pesso (1929–2016) entwickelt. Es berücksichtigt die essentielle Befriedigung in der Entwicklung vernachlässigter menschlicher Grundbedürfnisse und zielt darauf ab, über Körperarbeit (Bewegung, Kontakt, Interaktion) nonverbal und verbal neue Gedächtnisstrukturen zu schaffen. Klienten erhalten die Chance, im Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele alte emotionale Prägungen zu neutralisieren und ein freudvolles, authentisches Lebensgefühl zu entfalten.

Weitere Informationen & Links

Logo HippoCampus
Copyright HippoCampus: Alle Rechte vorbehalten.
Nichts von dieser Website darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung von HippoCampus kopiert, gespeichert oder veröffentlicht werden.

 

 


 

Mit dem Pferd Bedürfnisse befriedigen,
Ressourcen aktivieren und Fertigkeiten vergrößern.

Das Passformmodell von Pesso in Pädagogik Psychotherapie und Psychosozialer Begleitung mit dem Pferd

2,5 tägiges  Fachseminar


 8,9,10 juni 2018  HippoCampus, De Bult 2 6027RG Soerendonk NIederlande¾ Stunde von Aachen ½ Stunde von Venlo entfernt

Ein neuer Termin steht in Kurze in Aussicht

Anmeldung ùber die Seite des DKTHR : https://www.dkthr.de/de/weiterbildung/fachseminare/1011-11112017-das-passformmodell-nach-pesso-in-der-paedagogischen-psychotherapeutischen-und-psychosozialen-arbeit/

 

Dr.Ulrike Thiel:

In Österreich promovierte klinische Psychologin, Reittherapeutin (OEKTKR), Reit und Voltigier Lehrerin, Sportlehrerin, Richterin Dressur,  Behindertenreitlehrerin. Sie hat in ihrem Berufsweg wissenschaftlich in der Forschung gearbeitet, eine eigene Therapiepraxis geleitet, im Justizvollzug und für das Jugendamt als Psychologin und Gutachterin gewirkt. Seit 25 Jahren ist sie nun in den Niederlanden tätig und leitet seit 1994 das Institut für Equitherapie und Pferdesportpsychologie HippoCampus, wo sie die Psychomotorik des Reitens und der Pferdeausbildung lehrt. Seit nunmehr 17 Jahren entwickelt und leitet sie für den Verband „Nederlandse Stichting Helpen met Paarden –Equitherapie“ die Ausbildung  und Weiterbildung von Equitherapeuten SHP. Für diesen Verband saß sie zwei Jahre im Vorstand des FATP und einigen Arbeitsgruppen der FRDI und koordinierte für SHP ein EU Projekt. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des Passformmodells im Rahmen der Equitherapie SHP-E(Nl) beteiligt indem sie das der körperorientierten Psychotherapie nach Pesso Boyden zugrundeliegende Modell für das therapeutische Reiten adaptiert hat. Seither formt dieses Modell eine der Grundlagen von Equine Mediated Therapy nach SHP-E(Nl).

 

Prof Dr.Iman Baardman:

Prof. Iman Baardman lehrte an der Freien Universität Amsterdam Psychomotore Therapie als Universitätsdozent und ist Ausbilder und Lehrtherapeut der Niederländischen  "Pesso-Vereniging" des Verbandes der die Ausbildung für "Körperorientierte Psychotherapie nach Pesso Boyden" organisiert. Herr Baardman hat schon vor einigen Jahren an Weiterbildungen unserer von SHP ausgebildeten Equitherapeuten mitgearbeitet. Er übernimmt den Part der Auseinandersetzung mit dem Pesso-Konzept und dessen wissenschaftlicher Unterbauung sowie einiger praktischer Übungen.

Rollenverteilung im Seminar:

Dr. Ulrike Thiel, die im Rahmen des Equitehrapiekonzeptes von SHP-E(NL) das Passformmodell von Pesso zu einem Bestandteil des therapeutischen Reitens nach den Richtlinien von  Equitherapie (SHP-E(Nl)) entwickelt hat,  übernimmt den Part der Adaptation des Passformmodelles für das therapeutische Reiten. Und dann für unterschiedliche Erscheinungsformen desselben in der Heilpädagogik, Psychologie, Psychotherapie, Entwicklungsförderung und psychosozialen Begleitung.


ACHTUNG

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Prof Iman Baardman  gestern seine bisher mehrfach bewährte und inspirierende Mitarbeit an der Veranstaltung zu seinem großen Bedauern absagen musste da er plötzlich von ernstlichen Gesundheitsproblemen  heimgesucht worden ist,  die ihm eine Teilnahme an dem Seminar nicht gestatten.

Wir konnten trotz des kurzfristigen Termins dankenswerterweise für den Part, den er im Rahmen des Seminars,  den er als quasi „normaler Pessotherapeut“  im Dialog mit einem „Pessoorinetierten Equitherapeuten“ eingenommen  hätte Frau Christine Sarembe gewinnen und freuen uns  Sie Ihnen als die neue Co-Dozentin bereits im Vorfeld präsentieren zu können.

Christine Sarembe ist Psychomotorische Therapeutin und Pesso Therapeutin. Sie kommt ursprünglich aus Deutschland, lebt aber seit 1984 in den Niederlanden.
Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet sie in der Psychiatrie. Ihre Schwerpunkte darin sind die Arbeit mit Depressionen und Angststörungen. Zusammen mit einem Kollegen leitet sie Pesso Therapie Gruppen in der Praxis ‘Belloods’ in Epe. Momentaan rundet sie eine Coachingsausbildung an dem ITIP Instituut,
school voor leven en werk, ab. In ihrer Arbeit geht Christine davon aus, dass jeder  Mensch  nach einem sinnvollen Leben strebt und dass er  den Wunsch in sich trägt, sich seinen Anlagen entsprechend optimal zu entwickeln. Sie sieht ihre Arbeit als ein Mittel um Veränderingsprozesse zu ermöglichen, die dem Klienten helfen, um mehr in Einklang mit dem zu kommen, was ihm im Leben wirklich wichtig ist.  Dies in Übereinstimmung mit den eigenen Bedürfnissen und Talenten (Ressoucen und Fertigkeiten)  und im Zusammenspiel mit seiner Umwelt. Durch eine stärkere Verbindung mit dem eigenen Körper kann mehr Harmonie entstehen zwischen dem Denken, dem Fühlen und dem Handeln.Die therapeutische Beziehung zum Klienten steht in ihrer Arbeit zentral. Von hier aus kann der Klient sich öffnen, für alles was  er an  Verarbeitung und Veränderung möglich machen möchte .


Total 2,5 Tage mit Netto  (4+10+ 4 Arbeitsstunden a 45 Minuten)

Freitag:  16:00 - 20.00 (4 netto Stunden a 45 Minuten) Ankunft,

Kennenlernen der Kollegen, des Veranstalters und Führung durch die Anlage. Gemeinsame Planung der allgemeinen und persönlichen Zielsetzungen, Einführung in das Passformmodell nach Pesso im Rahmen des Therapeutischen Reitens, Gemeinsames Buffet und Ausklang mit Vorbereitung auf die kommenden 2 Tage

Samstag: 9:30 bis 18:30  Uhr. mit Mittagsbuffet  (10 Arbeitsstunden a 45 Minuten  plus Mittagspause und Kaffeepausen)

Entdecken das Passformmodelles von Pesso anhand der theoretischen Grundlagen sowie praktischer Übungen  ohne und mit dem Pferd. Es wird gezeigt wie das Passformmodell von Pesso selbst durch die Einbeziehung des Pferdes und das bedingungslose Getragen werden, das nur das Pferd bieten kann eine extra Dimension bekommt, und wie andererseits die Erarbeitung der Klienten Ziele nach Bedürfnissen, Ressourcen und Fertigkeiten dem Equitehrapeuten mehr Tools in die Hände geben um mit dem Pferd Bedürfnisse befriedigen, Ressourcen aktivieren und Fertigkeiten vergrößern zu können

Sonntag: 9:30 bis 14:30 Uhr mit Mittagsbuffet  (5 Arbeitsstunden a 45 MInuten Plus KJaffeepause plus Mittagspause)

Fortsetzung der noch offenen Punkte des zweiten Tages plus Erarbeitung  für jeden Teilnehmer sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten anhand eines Fallbeispieles in der Pädagogik, Psychologie, Psychotherapie und Entwicklungsförderung sowie psychosozialen Begleitung.


 

Die Teilnehmer erhalten

Mehr zum Buch

 

 


Weitere Informationen

https://de.wikipedia.org/wiki/Pesso-Therapie

Pesso Boyden System Psychomotor (PBSP) ist eine Form der Körperorientierten Psychotherapie, die seit Anfang der 1960er-Jahre von Albert Pesso (* 19.9.1929 † 19.05.2016)[1][2] und Diane Boyden-Pesso (* 08.08.1929 † 04.03.2016)[3] entwickelt wurde. Sie verfolgt einen eigenen ganzheitlichen Ansatz, der auch Elemente analytischer, kognitiver, humanistischer und systemischer Psychotherapie umfasst. Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Pesso-Therapie oder Pesso-Psychotherapie üblich.

Umschreibung des Inhaltes:

Im Zuge der Entwicklung meiner eigenen equitherapeutischen Praxis sowie der Projektentwicklung von therapeutischem Reiten in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, einem Internat für Kinder und Jugendliche mit Lern- und Verhaltensproblemen und weiteren heilpädagogischen Einrichtungen suchte ich nach einem fundierten Konzept als Basis für die Arbeit mit Pferden als “Co-Therapeuten” mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im pädagogischen, psychosozialen und psychotherapeutischen Kontext in Anlehnung an die Arbeit im Heilpädagogischen Voltigieren nach dem Konzept von Kröger (Kröger 1977; Kröger 1982; Kröger 1990; Kröger 1996). Vor allem galt es, die Rolle des Pferdes im Rahmen dieser Maßnahmen mit unterschiedlichen Zielgruppen und Indikationen zu definieren und auch modellhaft bei der Ausbildung zum Equitherapeuten mit unterschiedlichen Spezialisierungen weitergeben zu können. Aufgrund meiner persönlichen Entwicklung und Ausbildung (Klinischer Psychologe, Kinderpsychologe und Psychotherapeut, heilpädagogisches Voltigieren/Reiten ÖKThR und Behindertenreitlehrer ÖKThR) sowie meiner klassischen hippischen Ausrichtung war für mich klar, dass Heilpädagogisches Voltigieren als Basis für diese Arbeit mit Pferden und Klienten dienen sollte. In weiterer Folge hat sich in einem längerer Prozess von Nachdenken, Studium, Praxiserfahrung, Diskussion mit Kollegen und Erprobung in einigen Projekten ein Equitherapeutischen Konzept entwickelt, dass es nicht nur mir selbst ermöglicht, meine ”normale” oder „nicht hippische“ Therapiepraxis mit dem therapeutischen Reiten integrativ zu betreiben. Auch gelang es damit ein Basiskonzept auf verständliche Weise an angehende Equitherapeuten, die aus unterschiedlichen helfenden und heilenden Grundberufen kommen, weiter zu geben. Dabei habe ich meine “psychotherapeutische Heimat” in körperorientierter Psychotherapie nach Pesso (Pesso-Boyden Psycho-Motor Therapy- PBSP) finden können, die mir als psychodynamisch orientierte theoretische Basis für die pädagogische und psychotherapeutische Arbeit nach dem Passformmodell (zum individuellen Klienten passendes Angebot der Bedürfnisbefriedigung, Ressourcenaktivierung und Entwicklung von Fertigkeiten) mit Hilfe des Pferdes dienen kann. Gleichzeitig bietet sie auch eine praktisch-methodische Grundlage für mein vor 15 Jahren erstelltes und seither weiterentwickeltes Konzept von Psycho-motorisch-therapeutischem Voltigieren (PMTV- Psycho-motorisch therapeutisches Voltigieren) als psychodynamisch orientierte Version der Psychotherapie (als verarbeitende Therapie) mit dem Pferd als, auch PSMV (Psycho-sozial-motorisches Voltigieren) als psychosoziale, unterstützende Therapieform. PMTV wie auch PSMV ermöglicht eine große Bandbreite der Anwendung  bei verschiedensten Indikationen von schwerer chronischer Psychiatrie, bis zu Selbsterfahrungsgruppen für Reiter, die mehr über sich selbst und Ihr Verhältnis zum Pferd wissen wollen. Meinen jugendlichen und erwachsenen Klienten, Pferden und mir selbst macht diese Form der Therapie, als gemeinsame Entdeckungsreise durch Körper und Seele, viel Freude. Auch bietet PMTV angehenden Equitherapeuten in der Ausbildungsphase ein gutes Rüstzeug, um auf bauend auf Ihre Kenntnisse im Heilpädagogischen Voltigieren (HPV), psychotherapeutisch und psychosozial unterstützend mit dem Pferd arbeiten zu können. Auch hilft diese Modell beim Übergang von pädagogischen Maßnahmen zu therapeutischen Prozessen, wie sie vor allem bei jugendlichen Klienten häufig vorkommen können.

Pesso-Boyden Psychotherapie (PBSP) ist eine psychodynamisch orientierte Therapieform, die essentielle Befriedigung von (in der individuellen Entwicklungsge vernachlässigten menschlichen Grundbedürfnisse berücksichtigt und am Heilungsprozess beteiligt, die zu einem veränderten Erleben des eigene Selbst und seiner Sicht auf und seinen Umgang mit der Umwelt führen soll. Ziel ist ein Lebensgefühl worin aus einem wiederhergestellten Vertrauen in das eigene Selbst und die Umwelt ein bedeutungs- und freudvolles Erleben des Individuums und der Interaktion mit der Umgebung möglich wird. PBSB bietet dem Klienten einen räumlichen und zeitlichen Rahmen und Strukturen an, in denen er über sein eigenes Körpergedächtnis Zugang zu seinen unbefriedigten Bedürfnissen finden kann, die dann auf symbolische Weise im Hier und Jetzt in Form einer Re-Inszenierung der historischen Gegebenheiten (re enhancement) adäquate Befriedigung finden können. Die Ressourcen von Körper, Geist und Seele werden dabei angesprochen, um alternative Gedächtnisstrukturen zu erstellen, die schließlich helfen können, die alten historischen negativen Engramme in ihren verunsichernden Auswirkungen auf das heutige Erleben zu neutralisieren. Ziel ist den ursprünglichen Entwicklungsprozess des eigenen wahren Selbst praktisch zu korrigieren ohne die historischen Gegebenheiten löschen zu wollen, da sie auch Teil des eigenen Selbst sind. Ergänzung anstelle von Verdrängung, Verleugnung und Coping ist angesagt. Mehrere solcher Prozesse sollen helfen, dem Klienten zu ermöglichen, das eigene wahre Selbst finden zu können, das ihm in die Wiege gelegt worden ist. Das Selbst, das sich entwickeln hätte können, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse Nahrung, Platz, Unterstützung Schutz und Begrenzung in ausreichendem Masse im Zuge seiner Entwicklungsgeschichte adäquat befriedigt worden wären. Das Selbst, dem es gelingt, die inneren biologischen Polaritäten zu integrieren, ein positives Selbstbewusstsein zu entwickeln, das darüber hinaus Vertrauen in die Selbstorganisation und Selbststeuerung sein eigen nennt. Mit anderen Worten, die eigene Persönlichkeit in ihrer Einzigartigkeit zu entwickeln (wie es im tatsächlichen historischen Entwicklungsprozess noch nicht gelungen ist) und sich selbst zu schätzen. Daraus entsteht eine neue Erlebnisperspektive auf das tägliche Leben und es kann daher in einen neuen Qualität dieses Lebens erlebt werden. Aspekte der Psychoanalyse, Psychodynamik und systemisch-familientherapeutischer Ansätze werden in eine Behandlungsphilosophie kombiniert mit Klienten zentrierter Ausrichtung integriert. In die Methode wird das Verständnis der physiologischen, neurophysiologischen und psychologischen Entwicklungsgeschichte des Menschen mit aufgenommen. Aus der neuro- wahrnehmungs- und gedächtnispsychologischen Forschung wird eingebracht, dass bedeutungsvolle Gedächtnisspuren, die uns täglich in unserem Wahrnehmen der Umwelt und unser selbst, unser Fühlen, und Erleben, beeinflussen über Körperarbeit (Bewegung, Kontakt und Interaktion) in ihrer Energie trassiert und Prozess massig in die Arbeit einbezogen werden. Klienten bekommen die Chance ihre eigene psychische und physischen Energie auf der Suche nach Aktion und Interaktion nonverbal und verbal auszuloten, und deren Bedeutung zu erfassen. So können sie praktisch im „Spagat“ zwischen nonverbaler – emotional, intuitiv- körperlicher und verbal-kognitiver Verarbeitung der eigenen Geschichte diese „reparieren“ und mit dem heutigen Erleben in Verbindung bringen ohne sich dabei zu überfordern oder vor den Erinnerungen flüchten zu müssen. Körperhaltung, bewusstes und unbewusstes Bewegen, physische Symptome und Erlebnisse bringen den Klienten auf die Spuren und in Kontakt mit seinen psychologischen Konflikten, unerfüllten Bedürfnissen und traumatischen Erlebnissen. Diese werden nicht verbal ausdiskutiert sondern erlebt und Lösungen im Erleben und Begreifen im tatsächlichen Sinn (körperlich, geistig und seelisch) gesucht und Erlebnis massig verankert. In den letzten Jahren haben die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich der Neuropsychologie, Psychomotorischen Forschung sowie Gehirnforschung diesen Ansatz weitgehend unterstützen können. Ebenso zeigt sich, dass die meisten psychotherapeutischen Modelle – ob sie nun ursprünglich mehr vom kognitiven, verbalen, psychodynamischen Ansätzen herkommen, sich einander immer mehr annähern, da überall die Erfordernis der Einbeziehung körperlicher und emotioneller Anteile und eines ganzheitlichen entwicklungsorientierten Ansatzes spürbar wurde. Insofern eignet sich dieser Ansatz in der Equitherapie daher auch für Psychotherapeuten, die ursprünglich aus anderen Ansätzen kommen, in der Arbeit mit dem Pferd nun aber körperorientiert und ganzheitlich arbeiten wollen.


Verpflegung:


Link zu Wohnmöglichkeiten

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Route und Lage

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Information zum Pesso Boyden Psychomotor Therapiekonzept